Standpunkte

1. Schülerinnen und Schüler in den Fokus

Die Volksschule ist stark reguliert und strukturiert. Das verkompliziert und verteuert den Schulalltag. Ich möchte Regelungen und Strukturen kritisch hinterfragen und prüfen, ob diese dem Wohl und Schulerfolg der Schülerinnen und Schüler dienlich sind.

2. Integrationsmotor Schule

Die Wohnbevölkerung im Schulkreis Uto ist heterogen. Kinder aus vielen Kulturen mit verschiedenen Hintergründen und entsprechend unterschiedlichen Bedürfnissen treffen in der Volksschule aufeinander. Neben der Förderung von schwächeren und stärkeren Schülerinnen und Schülern (Deutsch als Zweitsprache, Integrative Förderung, Begabtenförderung etc.) möchte ich auch die Schülerinnen und Schüler, welche sich im Mittelfeld bewegen, stärker in den Fokus nehmen. Bei der Integration von anspruchsvollen Schülerinnen und Schülern will ich die verschiedenen Bedürfnisse sorgfältig gegeneinander abwägen.

3. Duales Bildungssystem

Es gibt keinen schulischen Königsweg, die Schülerinnen und Schüler sollen entscheiden, welchen Weg sie nach der Volksschule einschlagen wollen. Meines Erachtens liegt die Aufgabe der Schule  darin, die Kinder bei dieser Wahl und der Erreichung ihrer Ziele zu unterstützen. Unser duales Bildungssystem ermöglicht gleichzeitig eine praxisorientierte Ausbildung wie auch die heute notwendige Flexibilität in der Gestaltung der beruflichen Weiterentwicklung. Als ausgebildeter Handwerker, der sich im Erwachsenenalter zum Sozialpädagogen weitergebildet hat, kenne und schätze ich diese Vorzüge aus erster Hand.

4. Standard Tagesschule

Ich erachte die Tagesschule als eine ausgezeichnete Lösung, um den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler sowie dem (beruflichen) Alltag der Familien gerecht zu werden und freue mich, dass die Tagesschule in der Stadt Zürich zum Standard wird. Die gelungene Umsetzung der Tagesschule wird allerdings ein hartes Stück Arbeit – für alle Beteiligten. Damit die Tagesschule zum Erfolgsmodell wird, müssen auch die Anliegen von Lehrerinnen und Lehrern und des Betreuungspersonals berücksichtigt werden. Dafür, dass dies gelingt, möchte ich mich als Schulpräsident ganz besonders engagieren.

5. Schulraum rechtzeitig bereitstellen

Um dem stetigen Wachstum der SchülerInnenzahlen gerecht zu werden, muss die Kreisschulbehörde eng mit den verschiedenen städtischen Departementen zusammenarbeiten, damit ausreichend auf die künftigen Bedürfnisse abgestimmter Schulraum zur Verfügung gestellt wird. Da die finanziellen Mittel der Stadt beschränkt sind, können mit einer umsichtigen Planung mehr Schulen profitieren. Als Schulpräsident will ich dieser Thematik hohe Priorität einräumen.

6. Freiheit und Autonomie für die Schulen

Jede Schule ist ein Mikrokosmos und soll die Möglichkeit erhalten, innerhalb der gegebenen Rahmenbedingungen Strukturen und eine gemeinsame pädagogische Haltung zu entwickeln. Diese Rahmenbedingungen, soweit sie in meiner Kompetenz als Schulpräsident liegen, will ich nach dem Prinzip «so wenig wie möglich, so viel wie notwendig» gestalten.

7. Deutschunterricht im Vorschulalter

Ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache bilden die wichtigste Voraussetzung für die Integration und den Schulerfolg – und bilden die Grundlage für ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. Ich möchte an Lösungen mitarbeiten, die es allen Kindern ermöglicht, ihren schulischen Weg mit ausreichenden Sprachkenntnissen zu beginnen.

8. Zugängliche und bezahlbare Betreuungsangebote

Alle Schülerinnen und Schüler und deren Familien haben Anspruch auf eine ausserschulische Betreuung. Dieses Angebot soll für alle Familien bezahlbar bleiben – dafür werde ich mich als Schulpräsident stark machen.

9. Waldchindsgi und Schulgärten

Gerade im städtischen Umfeld ist der Wunsch nach Erfahrungen in der Natur gross. Schulgärten bieten den Schülerinnen und Schülern einen einfachen und lehrreichen Zugang zu unserer Umwelt. Waldkindergärten entsprechen einem Bedürfnis von Eltern und Kindern, entlasten die knappen Raumangebote im Schulkreis und sind erst noch der Gesundheit der Kinder förderlich. Beide Angebote werde ich als Schulpräsident nach Kräften fördern.

10. Schulische Mitsprache für Kinder und Jugendliche

Es ist mir ein Anliegen, Schülerinnen und Schüler aktiv in den Schulbetrieb einzubeziehen. Sie erfahren so Selbstwirksamkeit und bekommen Gelegenheit, Verantwortung für ihre Schule zu übernehmen. Die Anliegen der Schülerinnen und Schüler sollen beispielsweise auch bei der Planung von Neubauten berücksichtigt werden.

11. Digitalisierung in der Volksschule

Die Digitalisierung prägt unsere Zeit – technologisch, gesellschaftlich, wirtschaftlich und auch in der Ausbildung. Es ist eine der wichtigsten Aufgaben der Volksschule, die Schülerinnen und Schüler auf die digitale Welt vorzubereiten und ihnen die dafür notwendigen Kompetenzen zu vermitteln. Damit dies gelingt, ist es unabdingbar, dass auch mehr digitale Elemente in den schulischen Alltag und den Unterricht einfliessen und sich Begeisterung für das Digitale in den Schulhäusern ausbreitet. Dazu will ich als Schulpräsident – aus Überzeugung – meinen Beitrag leisten.